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Vierbeiner-Darstellungen auf schwedischen Runensteinen

On over one hundred thirty Swedish rune-stones of the Viking interval, an outline of a quadruped seems beside the memorial inscription. The wild animal is a lion or a wolf that's occasionally certain. Sigmund Oehrl affiliates the motif with the binding of the wolf Fenrir and the banishment of the Hellhound through Christ and evaluates it opposed to the history of the expectancy of the top of the area and the tactic of missions.

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Eine Hugenottin, die nur Französisch sprach, versuchte sich als erste Ausbilderin – ziemlich erfolglos. Sein Deutsch lernte der Junge teils von Dienern, Soldaten oder Kutschern, deswegen auch sprudelte er lebenslang ein grobianisches Deutsch heraus. Ein geduldig leidender Privatlehrer soll geklagt haben, als Galeerensklave wäre er glücklicher geworden. Gegen Latein, ein Pflichtprogramm eigentlich, sperrte sich Friedrich Wilhelm, überhaupt sperrte er sich gegen alles, was nicht wirklich nutzbringend war.

Auch andere europäische Intellektuelle von Rang zog es damals in die aufstrebende Spree-Metropole spiegel special geschichte 3 | 2007 – Pierre Bayle (1647 bis 1706) und François Fénelon (1651 bis 1715) aus Frankreich ebenso wie den europaweit bekannten Universalgelehrten Gottfried Wilhelm Leibniz (1646 bis 1716), der den Kurfürsten und König bei der Realisierung eines seiner Lieblingsprojekte beriet: der 1700 ins Leben gerufenen Berliner Akademie der Wissenschaften. Nimmt man zu alledem noch die gleichfalls vom Hof geförderten Aktivitäten der pietistischen Theologen Philipp Jakob Spener (1635 bis 1705) in Berlin und August Hermann Francke (1663 bis 1727) in Halle mit ihren ambitionierten philanthropisch-pädagogischen Stiftungen – von Schulen und Lehrerseminaren bis zu Waisenhäusern und Krankenpflegeanstalten –, so bietet die Regierungszeit des ersten preußischen Königs aufs Ganze gesehen eine Bilanz, die doch sehr von jenem barschen Urteil absticht, das sein Enkel und zweiter Amtsnachfolger über ihn gefällt hat: „Seine Seele“, schrieb Friedrich der Große in den selbstverfassten „Denkwürdigkeiten zur Geschichte des Hauses Brandenburg“ rückblickend über seinen kurfürstlich-königlichen Großvater, „glich den Spiegeln, die jeden Gegenstand zurückwerfen.

Spiegel special geschichte 3 | 2007 SPSG / BPK STARKER TOBAK Mit seiner Selbstkrönung zum „König in Preußen“ nutzte Kurfürst Friedrich III. 1701 die Gunst der Stunde. Der Regent – hier im traditionellen „Tabakscollegium“ bei Hofe dargestellt – fand die Anerkennung aller europäischen Mächte. Gemälde von Paul Carl Leygebe, um 1710. ); RUE DES ARCHIVES / SÜDD. VERLAG (R. ); INTERFOTO (R. ); GERSTENBERG / ULLSTEIN BILD (R. ) ANFANG UND AUFSTIEG Die eigentliche Bedeutung der Regierungszeit des ersten preußischen Königs lag jedoch auf einem Gebiet, das im Gesamtrahmen brandenburgisch-preußischer Geschichte bisher eine eher randständige Rolle eingenommen hatte: auf dem Feld der Wissenschaftsförderung und der Kunstpflege.

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